Medizinische Leistungen (Heilbehandlung)

Eine Frau in der Reha, liegt in Seitenlage mit Blick zum Bildbetrachter auf einer blau-gelben Massageliege. Die dahinter stehende Physiotherapeutin, hebt ihr linkes Bein nach oben, um die Schmerzstelle zu behandeln.

Die Heilbehandlung verfolgt mit allen geeigneten Mitteln das Ziel, den durch den Versicherungsfall verursachten Gesundheitsschaden zu beseitigen oder zu bessern, seine Verschlimmerung zu verhüten und seine Folgen zu mildern. Sie wird so lange gewährt, bis das Ziel erreicht ist.

Bei Eintritt eines Versicherungsfalles werden die mit dem Versicherungsfall in einem inneren ursächlichen Zusammenhang stehenden Behandlungskosten nach den für die Sozialversicherungsträger geltenden Sätzen übernommen.

Auch bei privat Versicherten erfolgt die Behandlung unmittelbar zulasten der Unfallkasse. Sie brauchen nach einem Arbeitsunfall nicht in Vorlage zu treten. Die Ärzte sind verpflichtet, direkt mit uns abzurechnen. Zur Unterstützung dient die Versichertenkarte der UKH, die Sie ergänzend zu Ihrer Krankenversicherungskarte vorlegen können.

Die Heilbehandlung umfasst insbesondere:

  • Erstversorgung, ärztliche und zahnärztliche Behandlung einschließlich der Versorgung mit Zahnersatz,
  • Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln,
  • häusliche Krankenpflege, Behandlung in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen,
  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation einschließlich Belastungserprobung und Arbeitstherapie.

Die Leistungen werden sowohl ambulant als auch, falls erforderlich, in Krankenhäusern, Kur- und Spezialeinrichtungen erbracht. Als Gesundheitsschaden gilt auch die Beschädigung oder der Verlust eines Hilfsmittels. Für die Reparatur oder Ersatzbeschaffung von Brillen gibt es spezielle Richtlinien.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben besteht, wenn der Versicherte seine bisherige berufliche Tätigkeit wegen des Versicherungsfalles nicht mehr oder nur noch wesentlich erschwert oder nur unter Einsatz geeigneter Hilfen ausüben kann. Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben haben das Ziel, den Versicherten nach seiner Leistungsfähigkeit und unter Berücksichtigung seiner Eignung, Neigung und der bisherigen Tätigkeit möglichst auf Dauer wieder beruflich einzugliedern. Sie umfasst insbesondere:

  • Leistungen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes einschließlich Leistungen zur Förderung der Arbeitsaufnahme sowie z. B. Zuschüsse an den Arbeitgeber, die für eine dauerhafte berufliche Eingliederung, eine befristete Probebeschäftigung und eine Ausbildung oder Umschulung im Betrieb erforderlich sind,
  • Berufsvorbereitung einschließlich einer wegen der Behinderung erforderlichen Grundausbildung,
  • berufliche Anpassung, Fortbildung, Ausbildung und Umschulung einschließlich in Ausnahmefällen des zur Inanspruchnahme dieser Leistungen erforderlichen schulischen Abschlusses,
  • sonstige Hilfen der Arbeits- und Berufsförderung,um dem Versicherten eine angemessene und geeignete Berufs- oder Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt für Behinderte zu ermöglichen,
  • falls erforderlich, Arbeitserprobung und Berufsfindung,
  • Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung einschließlich der Vorbereitung hierzu oder zur Entwicklung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten vor Beginn der Schulpflicht.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft sowie ergänzende Leistungen

Ein gehbehinderter Mann im Rollstuhl, sitzt in einem Büro vor einem Computer und arbeitet. Eh hat ein schwarzes Headset auf, um auch über den Computer telefonieren zu können.

Zu diesen Leistungen zählen:

  • Kraftfahrzeughilfe,
  • Wohnungshilfe,
  • Beratung sowie sozialpädagogische und psychosoziale Betreuung,
  • Reisekosten,
  • ärztlich verordneter Behindertensport in Gruppen unter ärztlicher Betreuung,
  • Haushaltshilfe, wenn die/der Versicherte wegen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, der medizinischen Rehabilitation oder sonstigen Leistungen außerhalb des eigenen Haushalts untergebracht ist, eine andere im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiterführen kann und im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Bei ambulanter Heilbehandlung kann Haushaltshilfe erbracht werden, wenn der Haushalt wegen Art oder Schwere des Gesundheitsschadens vom Versicherten oder von einer anderen im Haushalt lebenden Person nicht weitergeführt werden kann,
  • Übernahme der Kosten für einen Betriebshelfer durch die Einsatzstellen der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften,
  • Übernahme der Kosten, die mit den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in unmittelbarem Zusammenhang stehen, insbesondere Lehrgangskosten, Prüfungsgebühren, Lernmittel, Arbeitskleidung und Arbeitsgeräte,
  • Kosten der Unterkunft und Verpflegung,
  • sonstige Leistungen zur Erreichung und zur Sicherstellung des Rehabilitationserfolges (z. B. Erholungsaufenthalte für Schwerstverletzte).

Entschädigung durch Geldleistungen

Verletztengeld bei Arbeitsunfähigkeit
Verletztengeld für Arbeitnehmer und Beschäftigte

Das Verletztengeld berechnet sich bei Versicherten, die der gesetzlichen Krankenversicherung angehören, grundsätzlich wie das Krankengeld. Es wird von dem Tag an gezahlt, ab dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird, oder mit dem Tag des Beginns einer Heilbehandlungsmaßnahme, die den Versicherten an der Ausübung einer ganztägigen Erwerbstätigkeit hindert. Das Verletztengeld beträgt 80 % des kalendertäglichen Bruttoregelentgelts und darf das kalendertägliche Nettoarbeitsentgelt nicht übersteigen. Auch einmalig gezahltes Entgelt (z. B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld) fließt in die Berechnung ein. Das Regelentgelt ist hierbei bis zur Höhe des 360. Teils des Höchstjahresarbeitsverdienstes zu berücksichtigen. Auf das Verletztengeld wird zudem gleichzeitig erzieltes Einkommen (z. B. Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen, Mutterschaftsgeld) entsprechend den Vorgaben des § 52 SGB VII angerechnet. Das Verletztengeld wird grundsätzlich für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit gezahlt. Personen, die einer gesetzlichen Krankenkasse als Pflichtversicherte oder als freiwillige Mitglieder angehören, erhalten auftragsweise Verletztengeld durch die Krankenkasse ausgezahlt.

Sollte die Krankenkasse die Auszahlung nicht vornehmen können, wird um unverzügliche Kontaktaufnahme mit der Unfallkasse Hessen gebeten.

Privat krankenversicherte Personen sollten sich dagegen direkt mit der Unfallkasse Hessen in Verbindung setzen.

Bezieher von Arbeitslosengeld I und II und Unterhaltsgeld usw. erhalten nach Wegfall dieser Leistungen Verletztengeld in Höhe der zuvor vom Arbeitsamt erbrachten Beträge.

Verletztengeld für Selbstständige
Bei Selbstständigen, die bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder der Maßnahmen der Heilbehandlung Arbeitseinkommen erzielt haben, berechnet sich das Regelentgelt aus dem 360. Teil des im Kalenderjahr vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit erzielten Arbeitseinkommens. Das Verletztengeld beträgt 80 % des Regelentgeltes. Das Regelentgelt wird aus dem Gesamtbetrag des regelmäßigen Arbeitsentgelts und dem Arbeitseinkommen berechnet und ist bis zu einem Betrag in Höhe des 360. Teils des Höchst-JAV zu berücksichtigen.

Maßgebend ist das Arbeitseinkommen, das im Kalenderjahr vor der Arbeitsunfähigkeit erzielt wurde. Der Nachweis erfolgt durch die entsprechenden Einkommensteuerbescheide (bei nicht buchführungspflichtigen landwirtschaftlichen Unternehmern gibt es eine Sonderregelung).

Liegt der Einkommenssteuerbescheid noch nicht vor, wird zunächst eine vorläufige Abrechnung auf der Basis der Mehrleistungen durchgeführt. Die Berechnung der Mehrleistungen erfolgt nach § 21 der Satzung der Unfallkasse Hessen i. V. mit der Mehrleistungssatzung vom 1.1.2011. Der Mindestbetrag berechnet sich aus dem 480. Teil der Bezugsgröße des Unfalljahres.

Nach Vorlage des Einkommensteuerbescheides erfolgt dann eine endgültige Abrechnung.

Übergangsgeld bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
Während einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben erhält der Verletzte Übergangsgeld, wenn er arbeitsunfähig ist oder wegen der Teilnahme an der Maßnahme keine ganztägige Erwerbstätigkeit ausüben kann.

Der Berechnung des Übergangsgeldes werden 80 % des regelmäßig erzielten Arbeitsentgelts (= Regelentgelt) zu Grunde gelegt.

Das Übergangsgeld beträgt 75 % des errechneten Betrages bei Versicherten, die mindestens ein Kind haben oder selbst pflegebedürftig sind, wenn der mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebende Ehegatte keine Erwerbstätigkeit ausübt, weil er den Versicherten pflegt oder selbst der Pflege bedarf.

Bei allen anderen Versicherten beläuft sich die Höhe des Übergangsgeldanspruches auf 68 % des o. g. Betrages. Dies gilt für Versicherte, die in den letzten drei Jahren vor Beginn der Maßnahme eine Beschäftigung ausgeübt und Arbeitsentgelt erzielt haben.

In allen anderen Fällen muss über das Bestehen eines Übergangsgeldanspruches und dessen Höhe im Einzelfall entschieden werden.

Neben dem Übergangsgeld werden auch alle anfallenden Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung in voller Höhe übernommen und Leistungen nach der Mehrleistungssatzung der Unfallkasse Hessen vom 01.01.2011 gewährt.

Rente an Versicherte
Versicherte erhalten eine Rente, wenn sie durch den Versicherungsfall länger als 26 Wochen in ihrer Erwerbsfähigkeit gemindert sind und wenn die Minderung der Erwerbsfähigkeit mindestens 20 v. H. beträgt.

Bei mehreren Versicherungsfällen kommt eine Rente in Betracht, wenn die Minderung der Erwerbsfähigkeit aus jedem einzelnen Versicherungsfall wenigstens 10 v. H. erreicht.

Den Versicherungsfällen stehen Unfälle oder Entschädigungsfälle nach einer Reihe weiterer Gesetze (z. B. Beamtengesetz, Bundesversorgungsgesetz, Soldatenversorgungsgesetz, Gesetz über den zivilen Ersatzdienst) gleich.

Die Rente an Versicherte beginnt am Tag nach Ende des Anspruchs auf Verletztengeld oder, wenn kein Anspruch auf Verletztengeld besteht, ab dem Tag, nach dem der Versicherungsfall eingetreten ist.

Die Rente beträgt:

  • bei Verlust der Erwerbsfähigkeit zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes (= Vollrente),
  • bei teilweiser Minderung der Erwerbsfähigkeit den entsprechenden Teil der Vollrente (= Teilrente).

Grundlage der Rentenberechnung ist derJahresarbeitsverdienst. Der Jahresarbeitsverdienst ist der Gesamtbetrag aller Arbeitsentgelte und Arbeitseinkommen des Versicherten in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat, in dem der Versicherungsfall eingetreten ist, bis zu einer durch Gesetz, Satzung oder Rechtsverordnung festgelegten Höchstgrenze.

Die Erhöhung des Jahresarbeitsverdienstes nach Altersstufen wird von der Unfallkasse Hessen von Amts wegen festgestellt. Ist ein Versicherter infolge des Versicherungsfalls ohne Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen und erreichen die Rente und das Arbeitslosengeld oder die Arbeitslosenhilfe zusammen nicht den Betrag des Übergangsgeldes, wird die Rente längstens zwei Jahre nach ihrem Beginn um den Unterschiedsbetrag erhöht. Der Unterschiedsbetrag wird bei der Arbeitslosenhilfe nicht als Einkommen berücksichtigt.

Bei Versicherten mit Anspruch auf eine Rente nach einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 50 % oder mehr oder auf mehrere Renten, deren Vomhundertsätze zusammen wenigstens die Zahl 50 erreichen (Schwerverletzte) und die infolge des Versicherungsfalls keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen können und auch keinen Anspruch auf Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben, erhöht sich die Rente um 10 v. H.

Abfindung von Renten
Ist zu erwarten, dass nur eine Rente in Form einer vorläufigen Entschädigung zu gewähren ist, kann der Versicherte durch eine Gesamtvergütung in Höhe des voraussichtlichen Rentenaufwandes abgefunden werden. Durch eine Abfindung wird der Anspruch auf Heilbehandlung (Ziffer 4.2) nicht berührt. Versicherte, die Anspruch auf eine Rente wegen einer MdE von weniger als 40 v. H. haben, können auf Antrag mit einem dem Kapitalwert der Rente entsprechenden Betrag abgefunden werden.

Leistungen im Todesfall

Verstirbt ein Versicherter infolge eines Versicherungsfalles im Feuerwehrdienst, so erhalten die Angehörigen folgende Leistungen:

Sterbegeld
Sterbegeld wird in Höhe von einem Siebtel der im Zeitpunkt des Todes geltenden Bezugsgröße (aktuelle Bezugsgröße siehe Berechnungsbeispiele) gewährt. Das Sterbegeld wird an denjenigen gezahlt, der die Bestattungskosten bestritten hat, in der Regel an die Hinterbliebenen. Andere Berechtigte erhalten Sterbegeld i. H. der tatsächlichen Kosten.

Überführungskosten
Wir erstatten die Kosten der Überführung an den Ort der Bestattung, wenn der Tod nicht am Ort der ständigen Familienwohnung des Versicherten eingetreten ist und der Versicherte sich dort aus Gründen aufgehalten hat, die im Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit oder mit den Folgen des Versicherungsfalles stehen. Auch hier werden die Überführungskosten an denjenigen gezahlt, der diese Kosten getragen hat.

Renten an Hinterbliebene
Anspruch auf Hinterbliebenenrente haben die Witwe, der Witwer, die Lebenspartner i.S.d. Lebenspartnerschaftsgesetzes, die Waisen und unter bestimmten Voraussetzungen der frühere Ehegatte, die Verwandten der aufsteigenden Linie sowie die Stief- und  Pflegeeltern. Die Renten dürfen zusammen 80 % des JAV nicht übersteigen. Verwandte der aufsteigenden Linie, Stief- und Pflegeeltern haben nur Anspruch, soweit Witwen, frühere Ehegatten oder Waisen den Höchstbetrag nicht ausschöpfen.

Lebenspartner-,Witwen- und Witwerrente
Bis zum Ablauf des dritten Kalendermonats nach Ablauf des Monats, in dem der Ehegatte oder Lebenspartner verstorben ist, zahlen wireine Hinterbliebenenrente in Höhe der Vollrente (2/3 des JAV). Ab dem darauf folgenden Monat beträgt die Hinterbliebenenrente 30 v. H. des JAV. Sie ist grundsätzlich auf 24 Kalendermonate begrenzt, wird aber nach § 5 Abs. 6 der Mehrleistungssatzung bis zum 47. Lebensjahr weitergezahlt.

Hat die/der Berechtigte

  • das 47. Lebensjahr vollendet oder
  • erzieht ein waisenrentenberechtigtes Kind oder
  • ist berufs- oder erwerbsunfähig im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung oder
  • sorgt für ein Kind, das wegen körperlicher,geistiger oder seelischer Behinderung Anspruch auf Waisenrente hat oder nur deswegen nicht hat, weil das 27. Lebensjahr vollendet wurde beträgt die Rente 40 v. H. des JAV.

Trifft die Rente mit eigenem Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen zusammen, so erfolgt eine Anrechnung des Einkommens auf die Rentenleistung. Ein gesetzlicher Freibetrag bleibt hierbei unberücksichtigt. Eine Einkommensanrechnung findet bis zum Ablauf des dritten Kalendermonats nach Ablauf des Todesmonats der Versicherten nicht statt. Rente an den früheren Ehegatten

Einem früheren Ehegatten wird auf Antrag Rente gewährt, wenn der Verstorbene z. Z. seines Todes zum Unterhalt verpflichtet war oder während des letzten Jahres vor seinem Tod tatsächlich Unterhalt geleistet hat. Die Rente beginnt mit dem Tage des Antrages und richtet sich in der Höhe nach den für die Witwe/den Witwer geltenden Vorschriften.

Waisenrente
Jedes Kind des Verstorbenen erhält bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres eine Waisenrente von 30 v. H. des Jahresarbeitsverdienstes, wenn es Vollwaise ist; Halbwaisen erhalten eine Rente von 20 v. H. des Jahresarbeitsverdienstes. Bei Schul- oder Berufsausbildung und in Sonderfällen wird die Waisenrente längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres gewährt, ausnahmsweise auch darüber hinaus. Auch bei der Waisenrente über das 18. Lebensjahr hinaus gibt es eine Anrechnung von eigenem Erwerbseinkommen auf die Rentenleistung.

Ein gesetzlicher Freibetrag bleibt hier ebenfalls unberücksichtigt.

Rente an Verwandte der aufsteigenden Linie

Verwandte der aufsteigenden Linie (Eltern, Groß-, Urgroßeltern, Stief- und Pflegeeltern) haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Rente.

Hinterbliebenenbeihilfe
Der hinterbliebene Ehegatte eines Versicherten erhält eine einmalige Beihilfe von 40 v. H. des Jahresarbeitsverdienstes, wenn:

  • kein Anspruch auf Hinterbliebenenrente besteht, weil der Tod des/der Versicherten nicht Folge eines Versicherungsfalles war und
  • der/die Versicherte zur Zeit des Todes Anspruch auf eine Rente nach einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 50 v. H. oder mehr erreicht. In Härtefällen können laufende Beihilfen gezahlt werden. Setzen Sie sich bitte mit der UKH in Verbindung.

Anpassung von Geldleistungen

Das Verletzten- und Übergangsgeld sowie die Renten und das Pflegegeld werden jährlich der allgemeinen Entwicklung der Löhne und Gehälter angepasst. Eine evtl. Einkommensanrechnung auf Hinterbliebenenrenten wird jährlich geprüft.

Abfindung bei Wiederheirat

Heiratet eine Witwe oder ein Witwer wieder, wird anstelle der bisherigen Rente eine Abfindung in Höhe des 24-fachen Monatsbetrags gezahlt.